Wasser marsch!
Der Feuerwerschlauch dient zum Transport des Löschmittels, das Löschmittel kann Wasser oder Schaum sein. Die Schläuche müssen gepflegt und regelemäßig auf Verschleiß und Löcher geprüft werden.
Übungsplan 2012
DSC_0022Der Übungsplan für 2012 steht nun zum Download bereit.
Wenn Sie Interesse an der Feuerwehr haben, dann besuchen Sie uns doch einfach bei einer unserer Übungen.
Bringen Sie einfach gute Laune und feste Schuhwerk mit.
Wir freuen uns auf Sie.
Ihre Feuerwehr Obertürkheim.
 
Retten, löschen, bergen: Richtige und schnelle Hilfe will gelernt sein

DSC_0022Fast jeder Junge (und mittlerweile auch einige Mädchen) sagt, wenn man ihn oder sie nach ihrem Berufswunsch fragt: „Ich will Feuerwehrmann werden!“. Doch es klappt nicht bei jedem, dass er den Beruf Feuerwehrmann ausübt. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass es das mit seiner oder ihrer Feuerwehrkarriere war. Jeder kann, sofern er gesund ist, Mitglied bei einer Freiwilligen Feuerwehr werden. Hierzu benötigt er eine gewisse Grundfitness, eine positive Untersuchung beim Feuerwehrarzt und die Bereitschaft, auch nachts oder am Wochenende bei Alarm aufzustehen und sein Leben zu riskieren. Damit dieses Risiko aber so gering wie möglich ist, erhält jeder Feuerwehrmann und jede Feuerwehrfrau eine sogenannte Grundausbildung zum Truppmann. Die Ausbildungsrichtlinien sagen hierzu:

„Truppmannausbildung

Die Truppmannausbildung ist der Beginn einer aktiven Feuerwehrzugehörigkeit. Sie gliedert sich in die Abschnitte Truppmannausbildung 1 „Grundausbildung“ sowie standortbezogen die Truppmannausbildung 2 „Ausbildungsdienst in der Feuerwehr“. ….. Alle aktiven Mitglieder einer Wehr dürfen erst zu Einsätzen mit ausrücken, wenn sie das 18. Lebensjahr vollendet haben und die Truppmannausbildung Teil 1 im Aus- und Fortbildungszentrum erfolgreich absolviert haben. ….“

 

Das hört sich ja alles interessant an, aber was steckt dahinter? In der Ausbildung geht es darum, dass alle Feuerwehrmänner ein Basiswissen erhalten, um den Anforderungen, die an sie im Aktiven Dienstgestellt werden, zu genügen. Hierzu zählen Dinge wie zu wissen, wie die Bestückung eines Hilfeleistungs- und Löschfahrzeug, kurz HLF, wie es die Freiwilligen Feuerwehren haben, aussieht und wofür was eingesetzt wird. Auch das Stellen der Steck- und Schiebleiter gehört zur Grundausbildung. Ein weiteres Thema sind Knoten und Stiche und die Erste-Hilfe-Ausbildung. Doch auch das Thema „Stressbewältigung und Einsatznachsorge“ ist ein wichtiger Punkt, denn als Feuerwehrmann kann es immer wieder vorkommen, dass man Situation erlebt, die nicht so einfach weggesteckt werden können.

Ein Tag der Grundausbildung ist für die Ausbildung der Technischen Hilfeleistung, wie das Aufschneiden von verunfallten Fahrzeugen in der Feuerwehrsprache heißt, reserviert. Auch hier zeigt sich, dass nur Üben, Üben und nochmals Üben den Erfolg bringt. Am Ende des ersten Teils der Grundausbildung steht eine Abschlussprüfung. Die Prüfung ist in 3 Teile gegliedert: Eine schriftliche Prüfung in Form eines Multiple-Joy-Tests, die Abnahme der Knotenkunde und dann noch praktische Prüfungen, die von einer Prüfungskommission der Berufsfeuerwehr abgenommen werden. Dass die Ausbildung der freiwilligen Helfer von der Berufsfeuerwehr übernommen wird, soll sicherstellen, dass der Standard stimmt.

Diese Prüfung ist kein Selbstläufer denn es kommt auch immer wieder vor, dass Leute durch die Prüfung fallen. Hierzu das Zitat eines Prüfers: „Wir sind kein Schachclub, wo verlieren egal ist.“

Und auch, wer den ersten Testlauf bestanden hat, muss sein Können stets erweitern und auf dem neusten Stand halten. Und dies geschieht nur durch regelmäßiges Üben und auch durch Besuchen von Lehrgängen, denn auch wir Freiwilligen Feuerwehrleute müssen immer auf dem neuesten Stand sein. Denn im Vergleich zu den Hauptberuflichen, die ständig Übungen durchführen, müssen wir unser Können nebenbei aktuell halten.

 

Ein Manko ist auch, dass viele Menschen noch ein falsches Bild von Freiwilligen Feuerwehren haben. Viele glauben, dass die Freiwillige Feuerwehr nur eine Kameradschaft ist, die sich zum regelmäßigen Trinken und zum Ausrichten von Festlichkeiten trifft. Vielen wird es erst dann klar, wenn sie in einer Notlage sind und die Feuerwehr brauchen. Und  da die Freiwillige Feuerwehr viel kleinmaschiger über die Stadt und deren Randbezirke verteilt ist, kann es mitunter passieren, dass sie eher am Einsatzort eintreffen als die städtischen Beamten. Diese wissen die Unterstützung zu schätzen, denn die Ortskenntnis von den Freiwilligen  ist sehr oft sehr hilfreich. Und deswegen ist es auch wichtig, dass alle freiwilligen Feuerwehrmänner und –frauen Aufklärungsarbeit leisten und den Leuten klar machen, wozu eine Freiwillige Feuerwehr da ist, was wir leisten und dass wir auf die Unterstützung aus der Bevölkerung angewiesen sind.

 

 
Blaulicht und Martinshorn müssen sein

BlaulichtStellen Sie sich vor:

Sie wohnen beim Feuerwehrhaus oder an der Hauptstraße. Nachts um 3 Uhr fährt mit lautem Getöse die Feuerwehr an ihrem Haus vorbei.
Sie werden wach. Was denken Sie?

•Hoffentlich können die Feuerwehrleute noch rechtzeitig helfen oder

•Die werden doch nicht zu uns kommen oder

•Sind alle unsere Kinder zu Hause oder

•Müssen die so einen Krach machen und mich in meiner wohlverdienten Nachtruhe stören?!

Wird die Feuerwehr alarmiert, zählt jede Sekunde. Minuten entscheiden oftmals über Leben und Tod, über kleines Feuer oder Großbrand mit riesigem Sachschaden.

 

Da wir eine Freiwillige Feuerwehr sind, kommen die Angehörigen beim Alarm oft mit ihren privaten PKW's zum Feuerwehrhaus, bitte halten sie die Parkplätz vor dem Feuerwehrhaus frei, dass wir schnell Parken können und im Notfall schnelle und professionelle Hilfe leisten können. 

 

Darum muss die Feuerwehr im Schadensfall möglichst rasch an der Einsatzstelle sein. Und dabei helfen ihr die Sonderrechte nach § 35 Straßenverkehrsordnung. Diese können aber nur in Anspruch genommen werden mit Blaulicht und Martinhorn. Es ordnet an: „Alle übrigen Verkehrsteilnehmer haben sofort freie Bahn zu schaffen.“ Das Blaulicht allein ist hierfür unzulässig.

Stellen sie sich vor, dass diese „krachmachenden“ Feuerwehrleute

•vor 3 Minuten noch selbst in ihren Betten waren – wie Sie
•um 6 Uhr wieder zur Arbeit müssen – wie Sie
•die nächsten 2 oder 3 Stunden nicht mehr schlafen werden (was oftmals auch für die Familien gilt)

Ihre Feuerwehr – Tag und Nacht für sie einsatzbereit – dankt ihnen für ihr Verständnis.

 

© by Freiwillige Feuerwehr Stuttgart Abt. Obertürkheim 2011